Blog

SA Water

Bewegliche Solaranlage: Solares Happy End im Happy Valley

Das südaustralische Wasserversorgungsunternehmen SA Water setzt neue solare Maßstäbe. Mit der Installation der weltweit größten vollständig beweglichen Solaranlage versorgt das Unternehmen zukünftig tausende Australier*innen sowohl mit sauberem Wasser als auch mit Sonnenstrom.

Australien gilt als echtes Öko-Vorbild. Schließlich treibt das Land seine Energiewende in rasantem Tempo voran. Schätzungen zufolge könnte der Anteil an sauberer Energie bis 2024 bei unglaublichen 50 Prozent liegen. Bereits 2032 könnte eine Versorgung mit rein erneuerbaren Energieträgern möglich sein. Auch das staatseigene Energieversorgungsunternehmen SA Water setzt vermehrt auf Grünstrom. Mit dem neuesten Energieprojekt sorgt das Unternehmen aber nicht nur für sauberen Strom, sondern auch für Staunen. Am Happy-Valley-Wasserreservoir in Adelaide entsteht die international größte mobile Photovoltaik-Anlage an einem Standort. Und wie der Name bereits verrät: SA Water könnte über diesen Standort nicht glücklicher sein. 

Das PV-Projekt in Adelaide ist ein weiteres Projekt der sehr ehrgeizigen Umweltinitiative des Unternehmens. Als Teil des „Zero Cost Energy Future“-Programms sind insgesamt 35 Photovoltaik-Anlagen geplant. SA Water strebt mit dieser nachhaltigen Unternehmensführung eine Senkung der eigenen Betriebskosten und eine langfristig nachhaltige Wasserversorgung Südaustraliens an. Und am besten funktioniert das nun mal mit ein wenig sonniger Unterstützung.

Größter Stromverbraucher setzt auf Sonnenstrom

Schon im Jänner dieses Jahres soll die Installation der beweglichen Solarfarm im Happy Valley abgeschlossen werden. Ein sonniger Start ins neue Jahr sozusagen. Die ersten von mehr als 30.000 PV-Modulen wurden bereits auf dem 12 Hektar großen Gelände neben dem Wasserreservoir aufgebaut. Insgesamt sollen die sonnigen Energiezellen mehr als 17 Gigawattstunden (GWh) erneuerbare Energie pro Jahr erzeugen und damit über 3.000 südaustralische Haushalte mit Sonnenstrom versorgen.

Und eines ist klar: Die Aufbereitung von Wasser erfordert nicht nur viel Geld, sondern auch ganz schön viel Strom. Kein Wunder also, dass SA Water einer der größten Stromverbraucher des Bundesstaates ist. Chief Executive David Ryan weiß daher die Vorteile der solaren Stromerzeugung zu schätzen: „Die Möglichkeit, an Standorten wie Happy Valley Solarstrom zu erzeugen, macht uns widerstandsfähiger gegen die Volatilität des Strommarktes.“ Außerdem kann die Wasseraufbereitung mit Sonnenstrom viel sauberer erfolgen.

Falttechnik macht Module beweglich

Die neu installierte PV-Anlage besteht aus sogenannten Maverick-Modulen, die vom australischen Technologieentwickler 5B hergestellt werden. Das Besondere: Die Module sind bereits vorverdrahtet, gefertigt und gefaltet. Sie sind für die meisten Bodentypen geeignet und erfordern kein aufwendiges Graben. Der PV-Standort muss also nur minimal für die sonnige Stromerzeugung vorbereitet werden. Sprich: Die Installation der Solarmodule geht ruck, zuck.

Genauer gesagt können 200 kW pro Tagund 1 MW pro Woche installiert werden – und das von einem dreiköpfigen Team. Außerdem sind alle Module vollständig beweglich und somit auch jederzeit an einer anderen Stelle wieder einsetzbar. Werden also durch Positionierung und Winkel der Anlage zu wenig Sonnenstrahlen eingefangen, baut man sie ganz einfach um. So kann jeder Standort zur perfekten Heimat sonniger Anlagen werden.

190 Millionen für Energieprojekt

Das einzigartige Projekt im Happy Valley ist bereits in guter Gesellschaft. Denn im Rahmen der Zero Cost Energy Future Initiative wurden bereits rund 160.000 Solarmodule an SA Water-Standorten installiert. Ziel: mehr als 500.000 Solarmodule. Diese sollen schätzungsweise 242 GWh grüne Energie und 34 Megawattstunden Energiespeicher pro Jahr produzieren. So können Stromkosten gesenkt und die Umwelt geschützt werden. Geplantes Investitionsvolumen: 190 Millionen Euro!

Mit der installierten Stromerzeugungskapazität könnten durchschnittlich 50.000 südaustralische Haushalte neben Wasser auch mit Sonnenstrom versorgt werden. Ganz klar, dass die Anlagen wesentlich zur Reduktion der CO2-Emissionen beitragen wird. Laut Chief Executive Ryan kann allein durch die Installation der beweglichen Solarfarm in Adelaide eine Reduzierung der Emissionen um mehr als 7.600 Tonnen erreicht werden. In Zukunft sollen Aufbereitung und Transport von Wasser aus dem Happy Valley nur mit reiner Sonnenenergie erfolgen. 

Schnellere Installation treibt Energiewende voran

Auch die Zukunft der beweglichen Module sieht ganz schön sonnig aus, denn die Installation im Happy Valley soll nur der Anfang der Maverick-Erfolgsgeschichte sein. Immer mehr solare Projekte sollen in Zukunft mithilfe der innovativen Technologie umgesetzt werden – und das zahlt sich doppelt aus, denn Projektdauer und Investitionskosten können sichtbar reduziert werden. Außerdem: Je schneller und einfacher sonniger Strom erzeugt werden kann, desto besser.

✅ Text: Sandra Rainer
✅ Fotos: SA Water
✅ Diese Story könnte Sie auch interessieren: „Celewatt: Wenn Sonnenstrom auf Holz baut“