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Tesla und Freunde: Vier Räder für ein Halleluja?

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Sie sehen nicht nur gut aus, sondern machen auch in Sachen Umweltschutz eine ziemlich gute Figur: Elektroautos mischen gerade Österreichs Autobranche so richtig auf. Ist das die nächste treibende Kraft, um den Ausbau der Photovoltaik zu forcieren?

Traurig, aber wahr: Die Klimakrise mit all ihren Konsequenzen ist nicht mehr zu leugnen. Umso wichtiger ist es, mehr Sensibilität für unsere Umwelt aufzubringen – auch wenn es um den Spaß hinter dem Lenkrad geht. Denn wer richtigen Fahrspaß mit reinem Gewissen erleben möchte, vermeidet herkömmliche Verbrennungsmotoren und entscheidet sich für den Vegetarier unter den Autos: das Elektroauto.

Und auch Herr und Frau Österreicher kommen immer öfter auf den grünen Geschmack von Elektroautos. Das bestätigt auch die Zulassungsstatistik von Statistik Austria vom Vorjahr. Denn während der herkömmliche Automarkt rund um Benziner und Co. mit sinkenden Zahlen kämpft, legen die alternativen Antriebe kräftig zu. Demnach gab es bei den PKW mit reinem Elektroantrieb einen Zuwachs von unglaublichen 36,8 Prozent. Steigendes Umweltbewusstsein macht sich also auch auf Österreichs Straßen bemerkbar.

Politisch grüne Unterstützung für Elektroautos

Um aber eine langfristige Verkehrswende wirklich garantieren zu können, braucht es mehr als nur die Unterstützung von Umweltschützer*innen. Es bedarf konkreter Maßnahmen der österreichischen Politik. Und genau diese gab Umweltministerin Leonore Gewessler erst kürzlich bekannt. Demnach bekommt die/der Käuferin/Käufer eines E-Autos bis Ende des Jahres eine Förderung von 5.000 Euro – vorausgesetzt, das Fahrzeug wird mit 100 Prozent Ökostrom gefüttert. Zuvor waren es lediglich 3.000. „Unser Ziel mit der E-Mobilitätsförderung ist es, bei den Neuzulassungen wirklich den Schwerpunkt zu verlagern in Richtung E-Mobilität“, so Gewessler. Dabei spricht sich die Politik auch ganz klar für den Ausbau und die Förderung von Elektro-Ladestationen aus. Schließlich bedeutet eine erhöhte Anzahl an E-Autos auch eine erhöhte Menge an Tank – also eben Energie.

Ökobilanz: Stromquelle bei Elektroautos ausschlaggebend

Die von der Regierung in Aussicht gestellten Zapfsäulen sollen die Verkehrswende vorantreiben – die E-Mobilität also so richtig in Fahrt bringen. Doch ob das grüne Auto unsere Umwelt auch wirklich schützt, zeigt sich spätestens beim Aufladen an genau diesen Stationen. Denn nur reiner Ökostrom führt zu einer wirklich klimaschonenden Zukunftsmobilität. Wird der Tank des Elektroautos nur zum Teil mit sauberem Strom befüllt, ist seine Ökobilanz kaum besser als die eines herkömmlichen Verbrennungsmotors.

Also eigentlich eine ganz klare Sache: Grüner Strom ist das Lebenselixier von grünen Autos. Und um den alternativen Automarkt auch wirklich sauber zu halten, muss eben eine ganze Menge von diesem Ökostrom vorhanden sein.

Sauberer Antrieb

Die Gewinnung von mehr sauberem Strom ist ganz gewiss kein Kinderspiel. Würden nämlich beispielsweise alle PKW in Österreich elektrisch fahren, kommt es zu einer Steigerung des Strombedarfs von 13 TWh – umgerechnet 18 Prozent. Um diese Strommenge erzeugen zu können, benötigt es einen massiven Ausbau der Ökostromanlagen in Österreich. Photovoltaik entpuppt sich mit ihrer enormen Leistung dabei als wahrlich sonnige Chance.

Aufladen mit Sonnenenergie

Eine 18 m2 große Photovoltaik-Anlage deckt mit einer Leistung von 2,6 kWp den Strombedarfs eines E-Autos für ein ganzes Jahr – eine große Freiflächenanlage wäre also ein wahres Tankparadies für die Fahrzeuge der Zukunft. Die Ladestationen von heute sind meistens mit Netzstrom, also einem Mix aus verschiedenen Energieträgern, beladen. Wird aber vermehrt auf großflächige PV-Anlagen gesetzt, könnten die Auffüllstationen mit reiner Sonnenenergie gefüllt werden.

Einen Schritt weiter geht die Idee der integrierten Photovoltaik. Die im Fahrzeug inkludierte Sonnen-Zapfsäule befindet sich zwar noch in der PV-Zukunft, Photovoltaik-Experte Dipl.-Ing. Hubert Fechner sieht das mögliche Potenzial jedoch klar vor Augen: „Es gibt ja auch schon diverse Autos, die Photovoltaik direkt integriert haben. Natürlich wird das zum Antrieb erst dann funktionieren, wenn es auch in leichter Weise machbar wird.“ Es ist, laut Fechner, eine intelligente Photovoltaik, die auf uns zukommt – quasi die Photovoltaik 2.0. E-Mobilität und Solarstrom sind also ganz klar eine gute Kombination.

Zukunftsaussichten für Elektroautos

Auch wenn sich viele Meinungen rund um die Entwicklung der Elektroautos bilden, eines ist ganz klar: Für die Erreichung der Klimawende muss ganz eindeutig ein neues Verständnis für Mobilität geschaffen werden. Dazu bedarf es eben auch eines Umschwungs im Verkehrssektor. Genau dabei wird die Photovoltaik eine ausschlaggebende Rolle einnehmen. Denn nur mit 100 Prozent Ökostrom fahren wir in Richtung sauberes Österreich.

✅ Text: Sandra Rainer
✅ Fotos: TESLA ÖSTERREICH
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